CDU im Emsland

Stegemann: Wald in einer Zeitenwende

Internationaler Tag des Baumes abgesagt – Stegemann mahnt zur Wachsamkeit

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann sieht den heimischen Wald vor einer Zeitenwende. „Die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen bereiten Waldbesitzern und Förstern schlaflose Nächte. Faktisch erleben wir das dritte Dürrejahr in Folge. Unabhängig davon wie viel es noch regnet, sehen wir kaum Neuanpflanzungen. Wir stehen vor einem weiteren verloren Jahr für den Wald von morgen“, so Stegemann. Dies unterstreicht auch die Absage des morgigen Tages des Baumes, an dem eigentlich deutschlandweit gepflanzt werden sollte.
Die große Waldbrandgefahr und die ersten Waldbrände wie in Lingen-Laxten sieht der Abgeordnete mit großer Sorge. Er appelliert: „Genießen Sie trotz Corona ihren Waldspaziergang. Bleiben sie aber bitte wachsam und rauchen und grillen sie nicht im Wald.“ Zugleich steigen die Herausforderungen für Wald und Waldeigentümer. „Gerade im Baumbestand zeigt sich: Der Klimawandel ist da und die Folgen werden auch uns mit voller Wucht treffen“, so Stegemann, der in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch für forstpolitische Themen zuständig ist. Zwar konnten sich dank der anhaltende Regenphasen am Anfang des Jahres viele Wasserreservoire größtenteils wieder auffüllen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet im Jahr 2020 bislang mit durchschnittlichen Niederschlägen. Die starke Trockenheit der letzten Woche in vielen Teilen Deutschlands sei jedoch besorgniserregend: „Auf Grund der letzten beiden Jahren müssen wir bereits heute eine Fläche der Größe des Saarlandes wiederbewalden – Tendenz steigend.“ Hierfür stellen Bund und Länder laut Stegemann 800 Millionen Euro bis 2022 zur Verfügung.

„Eigentlich sollte 2020 das Jahr der Aufforstung werden. Die gegenwärtige Witterungsentwicklung hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. NeueBäume würden die aktuelle Trockenphase häufig nicht überleben. Viele Anpflanzungen wurden daher gar nicht erst vorgenommen worden. Zudem müssen wir durch den hohen Schädlingsbefall aus dem Vorjahr und die unvollständige Aufarbeitung von Schadholz mit weiteren Schäden rechnen.“

Der Tag des Baumes am 25. April dient der Rückbesinnung auf die Nachhaltigkeit – einem Prinzip, das seit fast 150 Jahren das Handeln der Forstwirtschaft prägt.