Die deutschen Maschinenbauer sind verhältnismäßig schwach ins neue Jahr gestartet.
Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Maschinenbauer sind schwach ins neue Jahr gestartet. Der Auftragseingang lag im Januar real um drei Prozent unter dem entsprechenden Ergebnis des Vorjahres, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mitteilte.
Im Inlandsgeschäft gab es ein Minus von 17 Prozent. Die Auslandsnachfrage lag um sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. «Es zieht an, das macht Hoffnung. Aber von Normalität kann man noch nicht sprechen», sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. «Nach dem guten Dezember ging es im Januar nicht in gleichem Maße weiter.» Möglicherweise spiele dabei eine Rolle, dass viele Firmen wegen der noch immer niedrigen Auslastung der Produktionskapazitäten im Januar noch ungewöhnlich lange geschlossen hatten.
Zur Stütze wird zunehmend wieder das Geschäft außerhalb Deutschlands: «Im Auslandsgeschäft setzt sich der Erholungsprozess fort, den wir seit Sommer beobachten. Natürlich gibt es von Monat zu Monat Schwankungen, aber der Prozess ist relativ stabil», sagte Wiechers.
Zuwächse verbuchen nach Angaben von Wiechers etwa Hersteller von Textilmaschinen, die jedoch von sehr niedrigem Niveau kommen. Die größten Probleme hätten derzeit beispielsweise Turbinenhersteller und Unternehmen, die Anlagen für die Pharma- und Chemiebranche liefern.
Für das Gesamtjahr 2010 rechnet der Verband weiterhin mit «Stagnation auf niedrigem Niveau». Im Krisenjahr 2009 hatte die deutsche Schlüsselbranche den schlimmsten Absturz der Auftragseingänge seit mehr als 50 Jahren erlebt. Im Gesamtjahr lagen die Bestellungen um 38 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zum Jahresende beschäftigte die Branche 920 000 Mitarbeiter. 2010 rechnet der Verband mit weiterem Stellenabbau.
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