CDU im Emsland

Senioren gegen Preismonopol der Pharmaindustrie

Eine Kontrolle der Arzneimittelpreise durch das Bundeskartellamt hat jetzt die Senioren-Union Niedersachsen gefordert.

Hannover.  Die hohen Preise für Medikamente sind seit langem ein Dorn im Auge für die Patienten, besonders für ältere Menschen und chronisch Kranke.
Wie der Landesvorsitzende der Senioren-Union Niedersachsen, Rolf Reinemann, dazu in Hannover erklärte, dienen die Arzneimittel der Gesundheit der Bevölkerung und gehören damit zu den lebensnotwendigen Gütern. Die
Arzneimittelversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der dem Staat
gegenüber seinen Bürgern obliegenden Daseinsvorsorge. Sie verlangt soziale
Verantwortung gegenüber den Bürgern und eine transparente und
verständliche Preisgestaltung, die auch die Interessen der Verbraucher
berücksichtigt.
„Es ist weder verständlich noch akzeptabel, dass die Preise für Arzneimittel,
insbesondere für neue Produkte, einseitig von der Pharmaindustrie
festgesetzt werden und zudem in Deutschland erheblich höher liegen, als in
vielen anderen Ländern“, betonte Reinemann. In Anbetracht des
Preismonopols der Pharmaindustrie im Bereich der Daseinsvorsorge hat die
Senioren-Union der CDU in Niedersachsen das Bundeskartellamt
aufgefordert, die Preisgestaltung, insbesondere für neue Medikamente, zu
überwachen, um sowohl die Interessen der Pharmaindustrie als auch die der
Verbraucher an neuen und besseren Arzneimitteln in ein vernünftiges
Kosten-Nutzen-Verhältnis zu bringen.