CDU im Emsland

Auszubildende erforschen NS-Geschichte in der Pflege

Connemann überbringt gute Nachrichten aus Berlin | Bundesförderung: HÖB Papenburg erhält rund 59.000 Euro für Stärkung der Erinnerungskultur

v.l., Mechthild Möller, Gitta Connemann und Uschi Mersmannv.l., Mechthild Möller, Gitta Connemann und Uschi Mersmann

PAPENBURG. Ärztinnen, Ärzte und Pflegende stehen im Dienst der Menschlichkeit. Jeden Tag. Für jeden Menschen. Aber wie war es im Nationalsozialismus? Pflegeauszubildende der Pflegeakademie St. Anna werden dieser Frage nachgehen. Sie werden die Rolle von Ärzten und Pflegepersonal im Marienhospital Papenburg während des „Dritten Reichs“ erforschen – im Schatten der Emslandlager.

Möglich machen das jetzt die Historisch-Ökologische Bildungsstätte Papenburg und der Bund: Über das Programm „Jugend erinnert“ wird das Projekt mit rund 55.000 Euro gefördert. Diese gute Nachricht hatte jetzt die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann für Leiterin Mechtild Möller und die 1. Vorsitzende Uschi Mersmann im Gepäck.

Mechtild Möller erklärt: „Die jungen Menschen werden mit Häftlingsbiografien, mit Archivmaterial arbeiten. Sie verbinden historische Forschung mit Fragen der Menschenwürde, beruflicher Verantwortung und demokratischer Haltung im heutigen Pflegealltag. Und sie beschäftigen sich mit einer Frage an jeden von uns: Wie hätte ich gehandelt?“ 

Connemann ist für das Projekt dankbar: „Gerade jetzt ist Erinnerung wichtiger denn je. Judenhass wird wieder stärker. Geschichte beschreibt nicht nur die Vergangenheit. Sie nimmt uns in die Pflicht. Mechthild Möller und ihr Team von der HÖB schaffen dafür den Raum - unterstützt von Uschi Mersmann. Denn Demokratie lebt vom Erinnern und Mitmachen. Herzlichen Glückwunsch und herzlichen Dank an die HÖB.“