CDU im Emsland

Fleischerhandwerk fällt nicht mehr unter das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz 

Spürbare bürokratische Entlastungen für Fleischer um die Ecke

Vl.: Gerd Husmann, Michael Schmidt, Gitta Connemann und Jens WillerdingVl.: Gerd Husmann, Michael Schmidt, Gitta Connemann und Jens Willerding

Gitta Connemann besucht Fleischerei Schmidt in Rhede

RHEDE (EMS). Selbst geräucherter Schinken, eine Vielfalt an Aufschnitt, deftige Mettwurst – und, und, und. Bei der Fleischerei Schmidt in Rhede (Ems) gehen Tradition und Qualität Hand in Hand. Und das bereits seit 1937. Jetzt besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann gemeinsam mit Bürgermeister Jens Willerding und Gerd Husmann den Betrieb. Und hatte gute Nachrichten für Inhaber Michael Schmidt im Gepäck.

Seit 2003 leitet Michael Schmidt den Familienbetrieb im Ortskern von Rhede in dritter Generation. Das Besondere: hauseigene Schlachtung und Produktion. Michael Schmidt und sein Team machen noch alles selbst. Schweine und Rinder werden nur aus der Region bezogen. Alles wird per Hand verarbeitet. Connemann freut sich: „Das ist bestes Handwerk - und Mittelstand pur.“

Doch damit nicht genug: Denn Michael Schmidt engagiert sich neben Familie und Betrieb für sein Handwerk. Er ist nämlich seit vielen Jahren Obermeister der Fleischer-Innung Aschendorf-Hümmling - und damit Stimme und Gesicht der handwerklichen Fleischereien. 

Und für diese brachte Connemann gute Nachrichten mit: „Wir nehmen Schwarzarbeit stärker ins Visier. Deshalb müssen bestimmte Branchen künftig mit schärferen Auflagen rechnen. Aber wir machen den Unterschied - und davon profitiert das Fleischerhandwerk.“

Bislang war dieses unter dem Oberbegriff "Fleischwirtschaft" im Katalog der besonders kontrollierten Schwarzarbeitsbranchen aufgeführt. Handwerksbetriebe wie Schmidt unterlagen deshalb denselben strengen Dokumentationspflichten wie industrielle Schlachthöfe. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hatte sich deshalb für eine Korrektur eingesetzt. Und in Connemann eine Mitstreiterin auf Bundesebene gefunden. Als Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung hatte sie sich entscheidend für eine gesetzliche Änderung eingesetzt. 

Connemann: „Unser Fleischerhandwerk hat Vertrauen verdient. Sie sind wie die Fleischerei Schmidt regional verankert. Deshalb ist es ungerecht, wenn sie dieselben strengen Dokumentationspflichten erfüllen müssen wie Schlachthöfe. Das haben wir jetzt geändert.“

Reine Handwerksbetriebe entlastet das seit dem 1. Januar spürbar. Mit der Änderung fallen Melde-, Hinweis- und Dokumentationspflichten weg. Connemann macht deutlich: „Damit bekommen Familienbetriebe wie die Fleischerei Schmidt mehr Luft zum Atmen. Und das ist gut so.“