CDU im Emsland

SenU-ASD: Adventsfeier

Adventsfeier mit dem Bundesvorsitzenden Hubert Hüppe und unserem Landtagsabgeordneten Hartmut Moorkamp.

Bild von links; Hartmut Moorkamp MdL, der ehemalige Landtagspräsident Bernd Busemann, Bundesvorsitzender der SU Hubert Hüppe und der Vors. der SU ASD, Ewald Bruns.
Bild u. Pressetext; Lambert BrandBild von links; Hartmut Moorkamp MdL, der ehemalige Landtagspräsident Bernd Busemann, Bundesvorsitzender der SU Hubert Hüppe und der Vors. der SU ASD, Ewald Bruns. Bild u. Pressetext; Lambert Brand

Surwold. Mit klaren politischen Forderungen trat der neugewählte Bundesvorsitzende der Senioren-Union (SU) Deutschlands, Hubert Hüppe, bei der Adventsveranstaltung der Senioren-Union Aschendorf-Hümmling auf. Vor über 150 Gästen machte Hüppe deutlich: „Wir müssen politischer werden – nicht nur auf Bundesebene, sondern auch an der Basis. Die Senioren Union muss ernst genommen werden und darf nicht länger ignoriert werden.“

Der Vorsitzende der SU Aschendorf-Hümmling, Ewald Bruns, eröffnete die gut besuchte Veranstaltung und betonte, dass man angesichts der turbulenten Lage in Deutschland und weltweit bewusst einen besinnlichen Rahmen gewählt habe, um sich gemeinsam auf das Weihnachtsfest einzustimmen. Gleichzeitig erinnerte Bruns an die große Bedeutung des Emslandplans, der ein historischer Kraftakt gewesen sei. Visionäre hätten diesen Plan durchgesetzt und damit den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des Emslands gelegt. „Nicht zuletzt ist es ein Verdienst der heutigen Senioren, diesen Weg aktiv mitgestaltet zu haben“, so Bruns.

In seinem Grußwort ging der Landtagsabgeordnete Hartmut Moorkamp kritisch auf die geplante Wahlkreisreform in Niedersachsen ein. Diese werde von der CDU sehr skeptisch gesehen. Für den hiesigen Raum bedeute dies unter anderem, dass die Samtgemeinde Sögel dem Wahlkreis Meppen zugeordnet werden solle.

Zudem seien Veränderungen im südlichen und westlichen Landkreis vorgesehen.

Moorkamp betonte: „Wir wollen die bewährten Strukturen im Emsland erhalten.“

Ein weiteres zentrales Thema war die medizinische Versorgung im Emsland.

Moorkamp unterstrich die Bedeutung der Krankenhäuser im Landkreis, insbesondere in Papenburg und Sögel. Die geplante finanzielle Unterstützung von insgesamt 50 Millionen Euro für das Hümmling-Hospital in Sögel sei ein wichtiger und folgerichtiger Schritt. Man müsse eventuell Zugeständnisse machen – voraussichtlich werde dort die Geburtsstation aufgegeben, dafür seien jedoch neue medizinische Schwerpunkte geplant, die der Bevölkerung zugutekämen.

SU-Bundesvorsitzender Hubert Hüppe stellte in seinem Vortrag zahlreiche neue politische Schwerpunkte der CDU-Seniorenvereinigung vor und versprach: „Die Seniorenunion wird sich einmischen.“ In der Wohnungsbaupolitik begrüßte er den Abbau von Restriktionen und Hemmnissen bei Bauvorschriften, mahnte jedoch an, insbesondere die Barrierefreiheit stärker zu berücksichtigen. Beim anstehenden CDU-Bundesparteitag werde die Senioren-Union Anträge zu den Themen Rente, Pflege sowie zur Situation antichristlicher Verfolgung in Ländern wie Nigeria einbringen. Darüber hinaus kündigte Hüppe an, die Zusammenarbeit mit der Jungen Union intensivieren zu wollen. „Viele Zieleverbinden uns. Wir müssen gemeinsam kämpfen und auch die Sichtweisen der jungen Generation verstehen“, so Hüppe.

Zur Rentenreform erklärte er, dass zwar gute Ansätze vorhanden seien, die Finanzierung jedoch breiter aufgestellt werden müsse. Denkbar sei auch, mithilfe von künstlicher Intelligenz Ausbildungszeiten zu verkürzen, um einen schnelleren Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und so die Rentenkassen zu stabilisieren. Beim Thema Bürgergeld forderte Hüppe, mehr Empfänger sowie insbesondere Migranten schneller in Arbeit zu bringen, um die sozialen Sicherungssysteme zu stärken. Mit Blick auf die Corona-Pandemie mahnte Hüppe an, neben den teilweise negativen Folgen für Kinder und Jugendliche auch die Situation älterer Menschen nicht zu vergessen. Viele Bewohner von Pflege-und Alteneinrichtungen hätten unter massiver Vereinsamung gelitten.

Abschließend betonte er: „Bei aller Digitalisierung und dem Einsatz von KI muss das Recht der älteren Generation auf eine analoge Welt erhalten bleiben.“

Zur stimmungsvollen Gestaltung der Veranstaltung gehörten auch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern mit musikalischer Unterstützung von Otto Bruns am Keyboard sowie eine plattdeutsche Weihnachtsgeschichte, vorgetragen von Karola Schmitz vortrug. Unter dem Titel „Mit dem Herzen sehen“ sorgte sie für einen nachdenklichen und zugleich besinnlichen Ausklang der Adventsfeier.